FAQs

  • Nach welchem Prinzip arbeitet die Deckenheizung?

    Deckenheizungen funktionieren nach dem Prinzip der Strahlungswärme, ähnlich dem der Sonne. Es werden alle Oberflächen durch, direkt oder indirekt auftreffende Wärmestrahlung erwärmt. Der Boden unter einem Tisch wird so durch indirekte Wärmestrahlung erwärmt (ca. 0,5°C weniger als am direkt bestrahlten Boden).

    Das Geheimnis liegt im Strahlungsaustausch. Herkömmliche Heizflächen erwärmen die Raumluft und verteilen die erwärmte Raumluft durch Umwälzung – also Konvektion der Luft im Raum. Eine Deckenheizung arbeitet wie die Sonne nach dem Prinzip des Strahlungsaustausches zwischen warmen und kalten Flächen. Dabei wird von einer kälteren Fläche mehr Energie in Form von Wärmestrahlung aufgenommen (absorbiert) als sie selbst an ihre wärmere Umgebung abgeben (emittieren) kann. Der kühlere Körper nimmt mehr Energie durch Wärmestrahlung auf als er abgibt, wodurch er sich erwärmt. Die Raumluft wird folglich nicht direkt erwärmt, sondern indirekt über alle von der Decke erwärmten Flächen.

    Strahlungswärme ist, genauso wie sichtbares Licht, eine elektromagnetische Welle im infraroten, langwelligen Bereich. Auch bekannt als Infrarotes Licht oder Wärmewellen. Der Anteil der Strahlungswärme an der gesamten abgegebenen Heizleistung ist, bedingt durch die Lage der Decke, gegenüber allen anderen möglichen Heizflächen am größten und beträgt bis zu 98%.

    Je höher der Anteil an Wärmestrahlung an der benötigten Wärmezufuhr desto wärmer sind die Oberflächen (Wände, Fußboden, Möbel usw.) im Raum. Je wärmer die Oberflächen im Raum desto niedriger kann die Lufttemperatur bei gleichem Wärmeempfinden sein.

  • Bekomme ich einen „heißen Kopf“?

    N E I N! Die Abstrahltemperatur an der Decke beträgt ca. 23°C – 25°C (max. 28°C oder in Bädern 30°C). Der Kopf hat aber eine Oberflächentemperatur (nicht Körpertemperatur) von 32°C. Somit kann die „kältere“ Decke den Kopf nicht erwärmen.
  • Die Deckenheizung wärmt durch Wärmestrahlung. Und die Fußbodenheizung? Unterschiede.

    Warme Flächen strahlen Wärmestrahlung ab. Auch die Fußbodenheizung. Wenn Estrich und Bodenbelag (rund 8 cm Aufbau) warm sind, erwärmt der Boden die direkt anliegende Luft. Die warme Luft steigt auf und kalte Luft rückt nach. Diese erwärmt sich wieder, steigt auf …..

    Dieser Vorgang (Konvektion) entzieht dem Boden beim aufheizen bis zu 70% seiner Wärme. Wenn der Raum durchgeheizt ist wird, für die Erhaltung der Raumwärme, dem Boden durch die aufsteigende Luft noch rund 30% Wärme entzogen. Da ein durchgeheizter Raum nicht mehr den Wärmebedarf aufweist wie beim Aufheizen sinkt die gesamt abzugebende Heizleistung und damit auch die Menge an Wärmestrahlung. Die restlichen 30% bis 70% der benötigten Heizleistung wird durch Strahlungsaustausch an den Raum abgegeben.

  • Unterschied zur Wandheizung?

    • Bei der Wandheizung entfallen die Wände als Stellfläche.
    • Die Decke steht unbegrenzt als Heizfläche zur Verfügung.
    • Deckenheizungen bieten die gleichmäßigste Ausleuchtung des Raumes mit Infrarotlicht/Wärmestrahlung
  • Nachteil Heizkörper

    Der beheizte Raum wird, beim herkömmlichen Flachheizkörper, zu 70% – 90% durch die zirkulierende Luft (Konvektion) erwärmt. Und nur zu ca. 10% – 30% durch Wärmestrahlung.

    Hohe Konvektion und geringe Wärmestrahlung bedeuten warme Luft bei kühlen Oberflächen (insbesondere Böden und Wände). Dies führt zu einem andauernden Kältegefühl, welches durch erhöhte Lufttemperaturen (Energieverbrauch) ausgeglichen werden muss.

    Die starke Erwärmung der Winterluft, mit ihrem geringen absoluten Wassergehalt, lässt die relative Luftfeuchtigkeit deutlich (häufig unter 35%) sinken. Folgen sind:

     

    • Trockene Schleimhäute vor allem bei Augen und Nase
    • Erhöhte Staubbelastung der Raumluft
    • Höhere elektrostatische Aufladung der Raumoberflächen (insbesondere bei synthetischen Flächen)
    • Häufig das Gefühl von verbrauchter Raumluft
    • Höherer Energiebedarf u. a. durch höhere Lüftungsverluste
  • Nachteil Fußbodenheizung

    Bei den üblichen Fußbodenheizungen, insbesondere bei sehr preiswerten Systemen, werden zwischen mittlerer Wassertemperatur und Oberfläche Bodenbelag, durch Estrichaufbau und Bodenbelag, ca. 12 Kelvin (K) abgedämmt. Der Boden ist also um ca. 12 K kühler als das mittlere Heizungswasser. Bei Parkett-, oder Teppichbelägen ist der Abfall der Temperatur noch größer.

    Bei der KLIMADECKE, DX-Therm oder KLIMASAN ist die Deckenunterseite nur zwischen 2 K und 7 K kühler als die mittlere Wassertemperatur. Damit lässt sich die Vorlauftemperatur um mindestens 5 K gegenüber herkömmlichen Fußbodenheizungen absenken. (Temperaturdifferenzen werden in Kelvin angegeben. Dabei entspricht 1 Kelvin die Differenz von z.B. 10 °C zu 11 °C).

    ACHTUNG: bei Fußbodenheizung ändert sich die Leistungsabgabe mit den Bodenbelägen und den Möbeln!!

    Fußbodenheizungen erwärmen die Luft im Bodenbereich. Diese steigt in Intervallen nach oben, reißt dabei Staub, Milben(kot), usw. mit.

     

    Das Verhältnis Konvektion zu Wärmestrahlung beträgt:

    • Beim Aufheizen ~70% zu 30%
    • Durchgeheizt ~30% zu 70%
    • Nach jedem öffnen von Fenster/Türen usw. ~70% zu ~30%
    • Durchschnittlich ~50% / 50%

    Nachteile durch Konvektion wie bei Heizkörper jedoch in abgeschwächter Form

  • Deckenheizungen

    Deckenheizungen gewährleisten durch ihre große Strahlungsfläche ein gleichmäßiges Temperaturniveau innerhalb des Raumes. Die Wärmestrahlung wird von allen Flächen innerhalb des Strahlungsbereiches zu ca. 90% absorbiert. Der Strahlungsanteil erreicht bis zu 98%.
  • Wie hoch sind die Vorlauftemperaturen?

    Je nach Heizwärmebedarf, Außentemperatur, Belegungsdichte, Spreizung und Ausführungsvariante ca. 26 – 40°C. In der Regel jedoch 5 – 12K niedriger als bei herkömmlichen Fußbodenheizungen gleicher Leistung.
  • Welche Reaktionszeit hat die Deckenheizung?

    Abhängig vom gewählten System und der Ausführungsvariante besteht eine Ansprechzeit von ca. 5 – 15 min. Die Aufheizzeit bis zur angenehme Raumtemperatur beträgt ca. 30min bis 1,5h, ausreichende Leistungsfähigkeit der Wärmequelle vorausgesetzt.
  • Welche Temperaturen erreiche ich in den Räumen?

    Grundsätzlich lasst sich jede übliche, beliebige Raumtemperatur einstellen.

    Dabei sind Raum- und Oberflächentemperaturen abhängig von der Außentemperatur und der Temperatur des Heizwassers. Diverse Messungen an Objekten (Kontaktmessfühler und Infrarotmessgerät).

    • BV.: Gasthof „’Rössle“ Lautrach, gewähltes System „KLIMASAN“
      Systemtemperatur: 33/30 °C
      Außentemperatur – 6°C
      Decke Unterseite: ca. 28°C
      Raumtemperatur (Luft): ca. 20°C
      Außenwand innen (U-Wert 1,2W/m² K): ca. 21°C
      Innenwand: ca. 22°C
      Fensterglas (2.0 W/(m.K): ca. 19°C
      Möbel, sonst. Gegenstände: ca. 22°C
      Steinboden: ca. 21°C
    • BV.: „Wohnhaus Bühler“ Markt Rettenbach, gewählte Systeme
      „KLIMADECKE und KLIMASAN (KS-GK)“
      Systemtemperatur: 32/28 °C
      Außentemperatur – 12°C
      Decke Unterseite: ca. 27°C
      Raumtemperatur (Luft): ca. 22°C
      Außenwand innen: ca. 22,5°C
      Innenwand: ca. 23°C
      Fensterglas (1.1 W/(m.K): ca. 21,5°C
      Möbel, sonst. Gegenstände: ca. 23°C
      Steinboden (KS-GK Raumhöhe ca. 6-10m): ca. 22°C
      Holzboden (KLIMADECKE): ca. 22°C
      Boden unter einem Tisch: ca. 21°C
  • Kann ich die Vorteile der Klimadecke auch im Dachgeschoss nutzen?

    JA! Nach Aufbringen der Dampfbremsfolie und evtl. Untersparrendämmung, wird die Unterkonstruktion bzw. die Traglattung (Feinrost) für den Trockenbau durch eine standardisierte, beheizte Unterkonstruktion ersetzt. In dieses KLIMAsan-Profil wird nach der Montage die Heizleitung eingedrückt. Danach wird wie gewohnt die jeweilige GK-Platte aufgebracht. Auch hier sind, je nach Bedarf, mehrere Heiz-/Kühlkreisläufe möglich.
  • Wie erfolgt der An- bzw. der Zusammenschluss von Leitungen? Wie lässt sich das System reparieren?

    • Die Endlosleitungen in den Decken werden mit der Zuleitung der Verteilung verpresst
    • Reparaturen, z.B. bei Beschädigung durch Anbohren, können mit Standard Werkzeugen schnell und einfach repariert werden
    • Zur Ortung der Leitungen, bei Bohrungen in der Decke, werden einfache Metallsuchgeräte oder Thermofolien verwendet.
  • Welche Vorteile hat die Klimadecke für das Raumklima?

    Das Heizen mit Wärmestrahlung wird als sehr angenehm empfunden. Es ist die natürlichste Art Räume zu erwärmen, ganz nach dem Vorbild der Sonne. Die durch Wärmestrahlung erwärmten Flächen im Raum (Böden, Wände, Decken, Möbel, …) “entziehen”, wegen der jetzt geringeren Temperaturdifferenz zur Haut, dem Menschen wesentlich weniger Körperwärme. Im Kühlfall haben wir den Umkehreffekt. Die kühle Decke absorbiert die Wärmestrahlung der, z.B. durch die Sonne, aufgeheizten Oberflächen (Boden, Wände, Möbel usw.) und des Menschen auf sanfte Weise. Damit sorgt sie im Sommer für ein gesundes und behagliches Klima ohne lästige Luftbewegungen und störende Geräuschentwicklungen.
  • Wie funktioniert die Steuerung der Raumtemperatur?

    • Jeder Raum kann einzeln über eine Zentralsteuerung angesteuert werden
    • In den Zimmern werden die Temperaturen mit “Raumreglern” individuell eingestellt
    • Auch Temperatureinstellungen z.B. nur für bestimmte Zeiträume sind als Programmsteuerung möglich, z.B. Besprechungsraum – Mi 26.03.08 – von 14:00 bis 17:00 Uhr – 23°C
  • Bringt die Klimadecke auch eine Energieeinsparung?

    Durch die gleichmäßige Erwärmung aller Oberflächen im Raum, der minimalen Konvektion und der geringen vertikalen Temperaturdifferenz wird diese Art zu Heizen als besonders angenehm empfunden. Die Raumtemperatur kann um 2-3°C niedriger sein als bei primär die Luft verwendenden Heizsystemen(Heizkörper, Fussbodenheizung usw.) Dies ist vergleichbar mit einem Platz an der Sonne bei z.B. -5°C und Windstille.

    Außerdem ist die Vorlauftemperatur um durchschnittlich 5-10K niedriger als bei “normalen” Fußbodenheizungen (Temperaturdifferenzen werden in Kelvin angegeben, dabei entspricht 1 Kelvin / 1°C).

    Dabei gilt:

    • 1°C weniger Raumlufttemperatur entspricht ca 6% Energieeinsparung
    • 1°C weniger Vorlauftemperatur senkt die Energiekosten um ca. 2,5%
  • Ist die Decke auch im Büro bzw. Industriebau einsetzbar und bis zu welcher Raumhöhe?

    Auch hier ist sie ideal einsetzbar, da der gesamte Raum als Arbeits- bzw. Bürofläche zur Verfügung steht, es muss auf keinerlei Heizkörper Rücksicht genommen werden. Auch die Vorteile des Raumklimas kommen hier voll zum tragen. Der größte Vorteil ist jedoch, dass mit der Klimadecke auch gekühlt werden kann, was besonders in Büros zu einem besseren Arbeits- und Wohlfühlklima beiträgt. Raumhöhen bis 10m sind regelmäßig ohne Probleme möglich. Dennoch wird jedes Objekt von uns für Sie geprüft.
  • Wie funktioniert das mit dem Kühlen?

    Im Kühlfall funktioniert das Prinzip genau umgekehrt. Die Decke wird von kaltem Wasser durchflutet, nimmt die Wärmestrahlung des Raumes auf und führt diese ab. Dabei sind bei Vorlauftemperaturen über 18°C i.d.R. keine Taupunktunterschreitungen zu erwarten. Dennoch sollte auf den Einbau von Taupunktfühlern nicht verzichtet werden. Auch diese Objekte werden auf Wunsch von uns geprüft.